- Sektenaussteiger*. Viele Menschen brauchen Hilfe in einer schweren Lebensphase. Sie leiden unter Depressionen, Angst vor „Göttern, Geistern und Dämonen“, Schuldgefühlen gegenüber Gott, aber auch der verlassenen Gruppe; Misstrauen gegenüber anderen Menschen und ständigen Zweifeln an ihrer Entscheidung, Entscheidungsschwäche in Bezug auf ihre Zukunftsplanung, Sinnlosigkeit angesichts ihres vermeintlichen Scheiterns.
- Es kommen Menschen mit ungewöhnlichen Erfahrungen (z.B. Stimmen hören), die Angst machen können. Sie fürchten sich, mit anderen darüber zu reden, um nicht für „verrückt“ gehalten zu werden.
- Multiple Persönlichkeiten, Opfer ritueller Gewalt, Aussteiger aus therapeutischen Gruppen, die zunehmend als existenzbedrohend erlebt werden. Betroffene, die sich erniedrigt und missbraucht fühlen.
- Menschen mit spirituellen- und Glaubenskrisen. Die spirituelle Krise hat viele Gesichter und sie kann einen Menschen zur Verzweiflung treiben.
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Menschen, die eine Sekte verlassen haben, stehen oft verloren da: ohne Halt und Stütze, kein Geld und Gut, keine Arbeitsstelle, Wohnung, Freunde, manchmal sogar ohne die schützende Familie, ohne Glauben, Hoffnung und Zukunftsperspektiven Diesen Menschen gebührt besondere Hochachtung für ihren mutigen Schritt des Neuanfangs.
„Sektenaussteiger“ sind weder krank, noch verrückt. Sie sind ganz normale, intelligente, oft idealistische Menschen. Es kann jedem passieren, von einer Sekte oder Psychogruppe angesprochen und angezogen zu werden, denn durch geschickte Werbung können seelisch tief verankerte Wünsche und Sehnsüchte aktiviert werden.
*Wir benutzen den umgangssprachlichen Begriff „Sekte“, um damit eine einfachere Lesart zu gewährleisten. Wir meinen damit konfliktträchtige Gruppen religiöser, weltanschaulicher, esoterischer, okkulter, satanistischer oder psychologischer Art.
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